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Foto: Valerij, Babaev
Sternenreligion I. Der Übergang der Menschheit ins 3. Jahrtausend ist durch ein neues Verhältnis zur Welt gekennzeichnet, insbesondere im Bereich der Weltanschauung. Auch die Astrologie, die Ende des 20. Jh. eine stürmische Entwicklung erlebt hat, bedarf einer qualitativen Veränderung und geordneten Regelung. In ihrem praktischen Teil haben sich die gleichen Tendenzen wie in der Medizin abgezeichnet – der Mensch erhält eine besondere Heilbehandlung und Pflege, die zu einer schnelleren Genesung beitragen. Später jedoch, wenn er in das gewohnte Milieu zurückkehrt, werden öfters bis zu 60 % Rückfälle beobachtet. Nach Erhalt der besten Empfehlungen durch den Astrologen kehrt der Native in sein Ausgangsmilieu mit seinen alten Einstellungen zurück. Das führt zu dem Ergebnis, dass die Arbeit des Astrologen meistens vergeblich war. Was ist zu tun? Die Umwelt, besonders im Bereich der Weltanschauung, ist zu ändern! Bei der Verfolgung der Menschheitsgeschichte sehen wir, dass ihre Entwicklung 2 große Zyklen aufweist: Den Yuga-Zyklus und den Zyklus der Zeitalter (Platonisches Jahr). Nach den Angaben der Hindu-Astrologen beruht der Yuga-Zyklus darauf, dass die Erde in der Galaxis eine zusätzliche Rotation um ein Zentrum Höheren Bewusstseins namens «Vishnu-Nabhi» durchführt. Dieser Zyklus beträgt 24000 Jahre. Der Kreis teilt sich in 12000 absteigende und 12000 aufsteigende Jahre (s. Abb. 1). Satya Yuga 24.000-Jahre-Zyklus Treta Yuga Moses 1550 v. Chr. Dvapara Yuga Orpheus 1300 v. Chr. 2005 Pythagoras 570-500 1899 Platon 427-370 1700 6. Jh. n.Chr. Aristoteles 384-322 Kali Yuga 7. Jh. v. Chr.
Abb.1. Zyklen und Epochen: Strategische Entwicklung der Astrologie Der unterste Teil des Zyklus wird aus dem absteigenden und dem nach dem Tiefpunkt wieder aufsteigenden Kali Yuga gebildet. Beide Perioden bestehen aus je 1000 Jahren + 100 Jahre + 100 Jahre des Übergangs, insgesamt aus je 1200 Jahren. Kali Yuga ist das Zeitalter der Ungebildetheit und des Materialismus, der Negation der Geistigkeit. Der nächste Teil des aufsteigenden Zyklus ist Dvapara Yuga, 2000 Jahre + 200 Jahre + 200 Jahre des Übergangs = 2400 Jahre, in denen zur Hälfte Geistigkeit und zur Hälfte Materialismus herrschen Der dritte Teil, Treta Yuga, dauert 3000 Jahre + 300 Jahre + 300 Jahre des Übergangs = 3600 Jahre, in denen die Geistigkeit mit 2/3 gegenüber 1/3 Materialismus überwiegt. Und schließlich ist der dem „Vishnu-Nabhi“ nächste Teil – Satya Yuga – 4000 + 400 Jahre + 400 Jahre = 4800 Jahre – die Zeit der völligen Aufhellung und Geistigkeit. Die Rotation erfolgt im Urzeigersinn. Nehmen wir den Zyklus der Zeitalter (Platonisches Jahr, 26000 Jahre) hinzu, der aus den 12 Abschnitten des Tierkreises von je 2160 Jahren besteht. Steuern wir ihn ebenfalls im Uhrzeigersinn. Die Berechnungen der Hindu-Astrologen weisen darauf hin, dass der unterste Punkt des Yuga-Zyklus (Ende des absteigenden Kali-Yuga) im Jahr 499 n. Chr. erreicht wurde, im Zeitalter der Fische. Das danach wieder aufsteigende Kali-Yuga endete 1200 Jahre später im Jahr 1699. Nach einer Übergangszeit von 200 Jahren, also im Jahr 1899, begann das eigentliche Dvapara-Yuga. Im gleichen Jahr endete das Zeitalter der Fische. So behauptet Helena Petrovna Blavatsky. Folglich begann das Wassermann-Zeitalter ab 1899, und wir befinden uns jetzt im Jahr 110 dieses Zeitalters und im Jahr 110 des Dvapara Yuga. Beim Eintreten des Frühlings-Äquinoktialpunktes in das neue Sternzeichen – dieser Punkt wird auch „Präzession der Sonne“ genannt –werden der Sonne und den Planeten im Bereich des Einflusses auf die Erde ganz neue Charakteristika gegeben. Die Menschheit erhält eine neue Aufgabe. Deshalb erscheinen zum Zeitalterswechsel die Weltlehrer und verkünden eine neue Lehre in Gestalt einer Religion (Religion – die Bestrebung zum Höchsten). Das Zeitalter der Zwillinge leitete Rama ein – er hat die Lehre der Veden verkündet. Das Zeitalter des Stiers – Krishna – er hat uns die Bhagavad Gita gebracht. Das Zeitalter des Widders hat die Thora des Moses gegeben. Im Nahen Osten hat Zoroaster die Awesta gegeben. Im Zeitalter der Fische gab Christus das Neue Testament. Im Zeitalter des Wassermanns wiederum verkündet „Der kommende Christus“ – der Buddha Maitreya das neueste Testament – die Lehre „ Agni Yoga“. In der Geschichte bemerken wir die Tatsache, dass gleichzeitig mit den Lehren der Zeitalter auch die Astrologie für die Zeitalter gegeben wurde. So gab Rama die Vedische Astrologie, Krischna – die indische, Buddha – die buddhistische, Zoroaster – die awestische, Mose – die nahöstlich-kabbalistische, das Zeitalter Christi – die europäische Astrologie. Für das Wassermann-Zeitalter waren bei der Wissenswiedergabe Helena P. Blavatsky Ende des 19. Jh. und Helena und Nikolaus Roerich tätig. Die maximale Realisierung der Ideen des „Agni-Yoga“ und der „Geheimlehre“ erfolgte in Riga über die Roerich-Gesellschaft. Wo aber wurde die neue Tradition der Astrologie vermittelt? In Deutschland! Ende des 19.Jh. wirkte dort Karl Brandler Pracht. Er legte den Grundstein für die neuesten astrologischen Kenntnisse. Er schreibt in seinem Tagebuch: «Bei mir im Arbeitszimmer hat sich ein junger Hindu verkörpert, und er diktiert mir astrologische Kenntnisse“. Seine Schüler Wellow, Frank Glan und Alfred Witte entwickelten neue Traditionen. Die Apotheose ihrer Werke kam in der Gründung der sog. «Hamburger Schule Astrologie» unter Leitung von А. Witte zum Ausdruck. Herausragende Vertreter dieser Schule sind: Friedrich Sieggrün, Hermann Lefeldt, Hermann Sporner, Carl Perch, Ludwig Rudolph und schließlich Udo Rudolph, der das einzigartige System der Astrologie geschaffen hat, das den Namen „Astrologie des Wassermann-Zeitalters“ erhalten hat. Im Jahre 1992 hatten unsere Vertreter der Roerich-Bewegung in Riga die Gelegenheit, dieses System kennen zu lernen. Und wir haben diese beiden Systeme vereinigt. Es wurde die „Baltische Astrologie Schule“ in Riga gegründet, welche zwei Traditionen vereinigt: „Agni Yoga“ und die „Hamburger Schule“. Bis heute sind bereits ca. 300 diplomierte Fachleute ausgebildet worden, die 4 Jahre nach dem synthetischen Programm studiert haben. II. Auch die antiken Astrologen haben auf die Notwendigkeit der irdischen und Himmlischen Kenntnisse hingewiesen. Hier ist das Symbol des Kreuzes (s. Abb.2). 
Abb .2. Geschriebene und ungeschriebene Kanons und Gesetze Die irdischen Wechselwirkungen Mensch-Natur werden durch die Horizontale ausgedrückt. Die Verbindungen mit dem Kosmos – durch die Vertikale. Das ist die gerechte Welt – von hier stammen die Worte „Recht“ und „Gerechtigkeit“. Die Anordnungen der Welt des Herrschenden hatten die Zauberer sitzend im Kreis entgegengenommen, damit die Energie verstärkt wird. Sie hatten diese als Kanons aufgeschrieben. So erschienen die Bücher Veda, Vesta und Thora. Diese wurden für ein ganzes Zeitalter geschrieben und galten als „ungeschriebene“ Kanons. Als „geschriebene“ Kanons aber galten die Anordnungen, welche von den umlaufenden Planeten des Sonnensystems oder „vom Horoskop des jetzigen Zeitmoments“ kamen. Die Astrologen übergaben die laufenden Anordnungen für jeden Tag. Vor tausend Jahren geschah das größte Unrecht – die Zauberer (Astrologen) wurden vernichtet. Der Kreis zerfiel. Er hieß Kon. Von hier stammen die „Kanons“. Es erschienen Gesetze, welche weder Wahrheit noch Gerechtigkeit enthielten. Zu welchem Ergebnis dies geführt hat, sehen wir am Beispiel unserer Zivilisation. III. Für die Astrologen im Altertum war das Sonnensystem lebendig, bestehend aus dem zentralen Logos Sonne und sieben kleinen Logoi. Das ist auch der Olymp der alten Griechen. Gemäß der Kosmogonie von Helena P. Blavatsky hatten die kleinen Planeten „Funken“ – Monaden gesprüht (als die Zeit für die Besiedlung der Planeten kam) und haben diese in die Materie hineingelegt (s. Abb. 3).

Abb.3. Sieben Arten der Astrologie und der Lehren Vom Beginn der Evolution aus Mineralien sind die Monaden bis zum Reich der Menschen über das Pflanzen- und Tierreich gekommen. Es bildeten sich 7 Gruppen von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen aus. Es gab nur 7 Völker. Sie wurden durch Planeten – Logoi gebildet, welche den Namen „Himmlische Väter“ erhielten (im Unterschied zu irdischen Vätern). Die Sonne aber wurde Gott genannt. Für die Führung dieser Völker wurden 7 Lehrer-Regenten der planetarischen Logoi gesandt. So wurden Christus für Venus, Buddha für Merkur, Hilarion für Mars, Buddha-Maitreya für die Sonne, Kuthumi für Jupiter usw. auserwählt. Sie haben 7 planetarische Religionen und die achte – die alle vereinigende – Religion der Sonne geschaffen. Es soll entsprechend auch 8 Gruppen der Astrologie, der Astrologen und Schulen geben. Für die möglichst starke Aufnahme der planetarischen Einwirkung des konkreten Logos (des „Himmlischen Vaters“) wurden auf der ganzen Erde sieben Tempel für die Planeten und einer für die Sonne errichtet. Der Tempel des Merkurs wurde für die Verbesserung der Lehre und des Handels besucht, der Tempel der Venus diente der Liebe, der des Jupiter – den Finanzen und dem Glück usw. Die Menschen nannten sich „Söhne der Götter“ und Enkel der Sonne, nicht aber Nachkommen der Affen. Die Religion selbst erhielt den Namen „astral“ und die Tempel wurden Sternentempel genannt. Das ganze Baltikum war von Sternentempeln übersät. Die Menschen gediehen unter Führung der „Himmlischen Väter“. Im Kali Yuga wurden die Sternentempel zerstört, es wurden nur wenige Sonnentempel stehen gelassen (goldene Kugel auf der Kuppel mit Sonnenkreuz). Das Bollwerk der Sternenreligion – der Sonnentempel auf der Insel Rügen wurde im 12. Jh. zerstört. Es ist die Zeit gekommen, den Menschen die Sternentempel zurückzugeben und die Rechte der Astrologie wieder herzustellen, die das Gebot des Friedens, der Wahrheit und der Gerechtigkeit verkündet. 
Abb.4. Alfred Witte (02.03.1878. – 04.08.1941.) – Missionar der Neuen Astrologie Die Achse der Präzession steht mit einem Ende im Wassermann, mit dem anderen aber im Löwen. Zu uns kommt also der Lehrer „Sonne“ und er erteilt die synthetische Lehre „Agni Yoga“. So wird auch die synthetische Astrologie der „Hamburger Schule“ gegeben. Sie wird die führende sein. Die Astrologen, die gemäß ihren Monaden auf 7 Strahlen niedergelassen sind, werden 7 Bereiche der „Hamburger Schule“ bilden. Demgemäß kann die Lehre „Agni Yoga“ in 7 Richtungen gruppiert werden. Es wird eine Buddhistische, Christliche, Jupiterianische, Marsianische, Irdische, Mondische, Phaetonische und Saturnische „Hamburger Schule“ geben. Die Sternenreligion wird wiederhergestellt werden! Die Menschen werden die „ungeschriebenen“ Kanons und die „geschriebenen“ Anweisungen verbinden und das Leben wird sich verwandeln.
Valerij Babaev , Doktor der Astrologie, Leiter der Baltischen Astrologie Schule (Zum besseren Verständnis für deutsche Leser leicht überarbeitete Version eines Vortrages, gehalten auf der 4. Internationalen Konferenz der Witte-Astrologie - International Uranian Fellowship – im Juni 2009 in Hamburg) Foto Quelle: Witte-Verlag
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